Was ich meine, wenn ich in den letzten Folgen immer von „Energie“ spreche, wozu es über haupt eine Energie-Management, was das mit Entscheidungskraft zu tun hat und warum sich dein innerer Akku nicht allein durch positives denken lädt, all das klären wir heute.

 

 

Warum wir als HSP einfach mehr Energie benötigen und was du für mehr Entscheidungskraft tun kannst

„Dass das Verarbeiten von Sinneseindrücken, Arbeit im eigentlichen Sinne ist und Energie kostet, erklärt auch warum wir als hochsensible Menschen schneller ermüden, als normal-sensible Menschen.“
– Jean-Christoph von Oertzen

 

Shownotes zur Episode Warum wir als HSP einfach mehr Energie benötigen und was du für mehr Entscheidungskraft tun kannst

 

Abschrift zur Episode Warum wir als HSP einfach mehr Energie benötigen und was du für mehr Entscheidungskraft tun kannst

00:00 Heute geht es um das Thema Energie, weil er in den letzten Folgen hast du ja vielleicht schon gehört, da habe ich öfter mal Werbung gemacht für meine Energie-Management Challenge für hochsensible Menschen und da kam natürlich die berechtigte Frage: was meine ich überhaupt mit Energie? 

Also dranbleiben.

00:23 Music

00:36 Ja! Energie, was meine ich damit? Ich meine damit natürlich nicht Strom im Sinne von Energie, sondern eigentlich, ja, Lebensenergie trifft es ganz gut, es gibt auch den Begriff des Chi, wie man das auch nennen möchte. Prana ist auch so ein Name dafür. 

Im Grunde geht es mir eigentlich, wenn ich von Energie hier spreche für die Energie-Management Challenge, um die Kraft, die wir brauchen um Sinneseindrücke zu verarbeiten.

Weil jeder Sinneseindruck, den wir erfahren, sei es durch riechen, hören, schmecken und so weiter, muss bei uns im Gehirn verarbeitet werden. Und wir wissen ja aus der Physik: Arbeit kostet Energie.

Was meine ich mit Arbeit?

Na ja, es muss halt unterschieden werden: das ist ein wichtiger Sinneseindruck oder ein unwichtiger Sinneseindruck? In welcher Relation steht dieser Sinneseindruck vielleicht zu schon bekannten Themen?

Das sind natürlich alles unterbewusste Prozesse, die passieren.

Es muss vielleicht auch abgewägt werden: muss ich handeln? Muss ich darauf irgendwas tun, aufgrund dieses Sinneseindrucks? Also irgendwo: ich rieche Feuer, müsste ich vielleicht irgendwas tun.

Also geht es bei der Energie, die ich hier meine, um die Kraft Dinge auch an zu packen.

Also man kann auch sagen Entscheidungskraft.

Und es gibt Menschen, die meinen, dass unser Leben eigentlich nur die Summe unserer Entscheidungen ist.

Das hört sich im ersten Moment ganz schön krass an, aber wenn man mal so ein bisschen drüber nachdenkt, ist da was dran. 

Wir entscheiden uns ja ständig.

Welchen Weg gehe ich? Was esse ich? Was mache ich als nächstes? Welchen Podcast nehme ich auf? Was sage ich als nächstes? 

Das sind alles Mini-Entscheidungen die ich treffen muss und deswegen haben wir auch z.b. Gewohnheiten als Energiesparprogramm. 

Gewohnheiten sind nichts anderes, als Entscheidungsprozesse die zu einem positiven Ergebnis geführt haben und sich wiederholt haben.

Das speichern wir als Gewohnheiten ab, weil dann muss ich mich nicht mehr entscheiden, sondern in die Gewohnheit läuft automatisch ab, mit dem hoffentlich selben positive Ergebnis.

Gewohnheiten sind ja so bisschen eines meiner Lieblingsthemen. Wenn dich das mehr interessiert: ich habe schon in der Folge 006 darüber gesprochen, da ging es um das Thema Achtsamkeit. Hat auch viel mit Gewohnheiten zu tun. Aber auch in der Folge 019, die Macht der Rituale. Rituale und Gewohnheiten, das hängt sehr stark zusammen. Aber auch in einer der letzten Folgen z.b. in der 054, wo ich über meine Erfahrungen im Café berichtet habe, geht’s auch nochmal um das Thema Gewohnheiten. Wenn dich das also interessiert, hör dir das unbedingt nochmal an.

04:06 Ja, diese Entscheidungskraft, die lässt auch über den Tag nach. Also die sinkt. Wenn wir morgens aufstehen, dann haben wir davon noch am meisten Entscheidungskraft und gegen Abend, sinkt die dann. 

Beziehungsweise nach jeder Pause nimmt sie wieder zu, aber gegen Abend kann man sagen, sinkt sie. 

Daher gibt es auch diese Methode, dieses „eat the frog“, also den Frosch gleich morgens zu essen. Die schwerste Aufgabe am Morgen schon an zu packen, weil da hat man einfach noch die meiste Kraft, die meiste power und dann ist der Tag auf jeden Fall schon mal erfolgreich.

Dass das Verarbeiten von Sinneseindrücken Arbeit im eigentlichen Sinne ist und Energie kostet, erklärt auch warum wir als hochsensible Menschen schneller ermüden, bei der gleichen Menge an Sinneseindrücken, als z.B. normal-sensible Menschen.

Weil, wir müssen ja das ständig verarbeiten und als hochsensible Menschen nehmen wir einfach mehr Sinneseindrücke wahr bzw auf, als normal sensible Menschen.

Das passiert wie gesagt unbewusst, also wir können nicht besser riechen oder besser hören oder so, sondern diese Geräusche z.b. um uns herum, wir nehmen die unbewusst schon wahr und unser Unterbewusstsein verarbeitet die dann.

Und die stehen uns dann als unterbewusste Informationen, als Intuition im Idealfall zur Verfügung.

05:55 Nicht jeder Sinneseindruck den wir verarbeiten müssen, dürfen, braucht zu jeder Zeit gleich viel Energie.

Also, wenn der Akku voll ist, der innerer Akku, dann sinkt die Energie praktisch am Anfang langsamer. Wenn der innere Akku relativ leer ist, dann verbraucht auch kleine Sinneseindrücke viel Energie.

Also entlädt sich praktisch schneller, wenn man sich das so als Bild vorstellen möchte. 

Das erklärt auch, warum wir als hochsensible Menschen häufig so, ja, oszillieren, was ich in der letzten Folge schon angesprochen habe.

Das heißt, wenn wir gut drauf sind, uns Energie- und kraftvoll fühlen, dann packen wir uns ganz viel drauf und glauben die Welt aus den Angeln heben zu können und dann geht’s ganz schnell wieder runter die Energie und wir brauchen wieder relativ lange Zeit, bis wir unseren Energielevel wieder angehoben haben.

Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist einfach total wichtig.

Und das können wir am einfachsten, in dem wir unseren Akku regelmäßig wieder aufladen.

Wenn wir also immer wieder kleine Pausen machen zwischendrin, um den Akku wieder aufzuladen, dann sind wir eben in diesem Bereich, wo Sinneseindrücke gar nicht so viel Energie ziehen und kommen gar nicht so tief runter.

07:26 Und sich darüber Gedanken zu machen, wie man regelmäßig Pause machen kann, wie man vielleicht sich nicht so viel drauf lädt an Themen, an Aufgaben, an Verpflichtungen, dass der Akku überhaupt erst so tief entladen wird, dass ist eben das worum es bei der Energie-Management Challenge geht.

Wann haben wir denn jetzt viel Energie?

Ich glaube viel Energie haben wir dann besonders, wenn unser Leben in Balance ist.

In Balance ist für mich ein ganz wichtiger Punkt: Körper, Seele und Geist. Das sind für mich die wesentlichsten Merkmale. 

Aber jeder hat auch unterschiedliche Lebensbereiche, die einem wichtig sind. 

Vielleicht kennst du das Lebensrad. Das hat 12 Bereiche, die da unterschieden werden. Ich selber verwende gerne das Energie-Radar, das hat acht Lebensbereiche.

Also z.b. Liebe, Gesundheit, persönliche Entwicklung, Beruf, Finanzen, Freunde und Familie und Selbstverwirklichung.

Und für jeden dieser Bereiche, kann man dann gucken: wo stehe ich da gerade?Und wo ist dann praktisch ein Ungleichgewicht? 

Verwende ich, wie gesagt, ganz häufig als Standortbestimmung in meinen Coachings.

Ich glaube, das nämlich eine Standortbestimmung die notwendige Voraussetzung ist, um eine Veränderung einzuleiten. 

Also wenn wir irgendwo hin wollen, dann müssen wir erstmal wissen, wo wir gerade sind.

Stell dir vor, du sitzt in deinem Auto und willst nach München fahren. Und gibst in dein Navi München ein. Dann wird es als nächstes erst einmal versuchen, deinen Standort zu bestimmen um dir überhaupt eine Route dahin vorschlagen zu können.

Und so ist es auch, wenn wir uns mit uns selber beschäftigen. Ich glaube, dass die Standortbestimmung das allerwichtigste ist. Das man erstmal weiß wo man steht, um gucken zu können, wo man hin möchte.

Und genau diese Standortbestimmung ist eigentlich der wesentlichste Teil in dieser Energie-Management Challenge.

Wenn du jetzt vielleicht noch Lust hast mitzumachen, ist jetzt die letzte Chance. Am 1.3\. geht’s los!

Ich würde mich freuen, wenn Du mitmachst, wenn du die Herausforderung annimmst.

Geht ganz einfach: melde dich unter einfach-hochsensibel.de/EMC mit deiner Email-Adresse an.

Und dann bekommst du 5 Tage lang, jeden Tag eine kleine Aufgabe per E-Mail zugeschickt. Und in einer Facebook-Gruppe können wir uns dann austauschen über die Ergebnisse.

Ich würde mich freuen, dich dort zu begrüßen. Und wenn auch du Fragen hast, dann schick mir die sehr gerne.

Ansonsten hören wir uns nächste Woche wieder im Podcast „einfach hochsensibel“.

Mein Name ist Jean-Christoph von Oertzen und Servus.

 

Video zur Episode Warum wir als HSP einfach mehr Energie benötigen und was du für mehr Entscheidungskraft tun kannst

 

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