Schaffe ich das? Kann ich das? Woher soll ich die Energie dafür nehmen?
Diese Fragen im Kopf kennt wahrscheinlich jeder.

In dieser Podcast-Episode lernst du 4 Menschen mit Einschränkungen kennen, die mir in so einer Situation einen fetten Tritt in den … na, du weißt schon …. geben und auch dich motivieren können, anzupacken.

 

 

4 Beispiele, dass du alles schaffen kannst

„Und ich finde das unglaublich inspirierend, dass sie sich von dieser Krankheit, von dieser Beschränkung nicht hat aufhalten lassen.“
– Jean-Christoph von Oertzen

 

Shownotes zur Episode 4 Beispiele, dass du alles schaffen kannst

 

Video von Dan Kish beim Fahrrad fahren

 

Abschrift zur Episode 4 Beispiele, dass du alles schaffen kannst

00:00 Schaffe ich das? Kann ich das? Woher soll ich die Energie dafür nehmen?

Dass sind so Fragen, die stellen wir uns vielleicht alle mal und heute möchte ich dir vier Menschen vorstellen, die mich jedes Mal super motivieren, wieder richtig Gas zu geben. 

Also dranbleiben!

00:20 Music.

00:31 Ja, ich hoffe dir geht’s gut. Ich hatte die letzten Wochen so eine leichte Erkältung, wie so viele im Moment, aber jetzt geht schon wieder, bin ich wieder gesund.

Nur, ich merke meine Energie ist noch nicht ganz 100% auf dem Level wo sie vorher war. Aber da arbeite ich jeden Tag dran.

Das ist für mich sozusagen ein kleines Problem was ich im Moment habe. Weil Probleme sind einfach Dinge die man überwinden kann, die sich verändern lassen.

Und auf der anderen Seite gibt es auch Einschränkungen oder Beschränkungen. 

Wenn einem z.b. ein Körperteil fehlt oder man eine sonstige Behinderung hat oder vielleicht der Verlust eines Menschens den man sehr geliebt hat, oder eines Lebewesens. Das sind Beschränkungen, weil mit die kann man nicht verändern. Mit denen kann man nur lernen zu leben.

Und wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass meine Probleme groß sind, dann denke ich an diese vier Menschen, die ich dir heute vorstellen möchte, die ihre persönlichen Beschränkungen auf für mich unglaublich inspirierende Art und Weise überwunden haben.

Und vielleicht motivieren die dich auch. Vielleicht helfen sie dir auch deine Probleme in dem anderen Blickwinkel zu sehen.

02:01 Der erste, den ich dir da vorstellen möchte, den hat der Chris Funk in dem letzten Interview, in der Folge 057, mal angesprochen – wenn du das nicht gehört hast, hör dir das unbedingt an, das ist ein ganz tolles Interview – und zwar den Dan Kish.

Dan Kish ist blind.

Dem wurden schon mit 13 Monaten beide Augen entfernt aufgrund eines Krebsleidens und der hat es geschafft Fahrradfahren zu lernen. Als blinder Mensch! 

Nicht auf einem abgesperrten Gelände oder so, sondern ganz normal auf der Straße.

Ein Video dazu findest du in den Shownotes zu dieser Episode unter einfach-hochsensibel.de/058, da habe ich dir das verlinkt. 

Und das ist echt toll, wie der das macht, weil der erzeugt mit seiner Zunge Klicklaute.

Wie ein Sonnar. Ein Sonnar das ist so ein Peilsystem, das verwenden z.b. U-Boote. Die senden so ein Ton aus und je nachdem wie schnell dieses Echo zurück kommt, kann man die Entfernung zu einem Objekt berechnen. 

Oder Fledermäuse. Die können auf die Art ihre Beute orten. Und wenn man sich mal vorstellen so eine kleine Mücke oder so, können die damit orten. Also hochpräzise.

Und Dan Kish hat es eben geschafft das als Mensch zu lernen. Auch sich mit dieser Echoortung zu orientieren.

Und deswegen nennt man ihn übrigens auch den lebenden Batman, weil er das kann.

Und der hat es nicht nur für sich selber geschafft, sondern hat inzwischen über 1000 blinde Menschen die Nutzung dieser Echoortung trainiert, ihnen das beigebracht und somit natürlich ein ganz anderes Leben ermöglicht, diese Beschränkung der Blindheit einfach ein Stück weit zu überwinden.

04:05 Die zweite Person die das geschafft hat und die ich sehr inspirierend finde, ist Vicky Wall.

Vicky Wall ist erst im Alter von ich glaube 66 Jahren erblindet.

Und das ist die Erfinderin von Aura Soma. 

Aura Soma das sind so kleine Fläschchen, die unterschiedlich farbige Substanzen enthalten. Und so ein ganzer Auro Soma-Kasten, der enthält dann verschiedene von diesen Fläschchen, in verschiedene Farbkombinationen.

Und was ich eben spannend finde, ist, dass die das geschafft hat, das zu erfinden, obwohl sie da bereits schon erblindet ist.

Also sie wusste gar nicht, was für Farben sie da zusammen mischt und wie das vielleicht wirkt auf die Menschen. 

Aber wenn du sowas schon mal gesehen hast, so einen Auro Soma-Kasten, das wirkt einfach total ansprechend.

Und ich finde das unglaublich inspirierend, dass sie sich von dieser Krankheit, von dieser Beschränkung nicht hat aufhalten lassen. Dass sie nicht in Selbstmitleid versunken ist, sondern, dass sie da eigentlich sozusagen das erfunden hat, wofür Sie heute der Nachwelt noch in Erinnerung bleibt oder geblieben ist.

05:22 Von der dritten Person hast du vielleicht schon mal gehört, der ist ja bekannt. Das ist Nick Vujicic – ich hoffe, ich habe das jetzt richtig ausgesprochen. Das ist ein Amerikaner mit serbischen Wurzeln und der ist ohne Arme und ohne Beine auf die Welt gekommen. 

Er hat also weder Arme noch Beine!

Und der surft. Der spielt Golf. Der ist verheiratet. Der ist Vater von drei Kindern. 

Und heute inspiriert er die Menschen hauptsächlich als Redner, ihre Behinderung in einem anderen Licht zu sehen.

Und da hat er was ganz schönes mal gesagt in einem Interview und zwar, er habe sein Leben aufgrund seiner Behinderung lange Zeit kein Sinn und keine Hoffnung für sich gesehen. Und es hat sich erst geändert also er seine Behinderung nicht mehr als Strafe sondern als Herausforderung und Auftrag Gottes begriffen habe.

Er habe den Sinn seines Lebens schließlich darin gefunden, Menschen von der Liebe Gottes zu berichten und sie daran zu bestärken ihre Träume zu erfüllen.

Und das finde ich ganz besonders spannend.

06:46 In den Momenten wo wir meine eigenen z.b. Hochsensibilität auf die Nerven geht. Ich möchte es auf keinen Fall gleichsetzen! Hochsensibilität ist keine Krankheit oder so. Aber manchmal nervt es mich einfach.

Und dann denke ich einfach daran, wie er das so gesehen hat, dass seine echte Behinderung, seine echte Einschränkung, dass er da, als er den Blickwinkel verändert hat, für sich den Sinn seines Lebens entdeckt hat. 

Und dann versuche auch ich, meine Herausforderung unter einem anderen Blickwinkel zu sehen.

07:25 Die vierte und letzte Person, die ich dir vorstellen möchte, ist, ja natürlich vielleicht ein bisschen mein Lieblings-Beispiel. 

Das ist nämlich Matt Stutzman. 

Matt Stutzman ist ein Compoundbogen-Schütze. Also der schießt mit Pfeil und Bogen.

Obwohl er keine Arme hat! 

Und du weißt ja wahrscheinlich, ich habe ja da eine Methode des meditativen Bogenschießen speziell für hochsensible Menschen entwickelt, also Pfeil und Bogen, das ist es einfach mein Ding, deswegen begeistert mich das auch so.

Wenn du das nicht kennst, dann schaue gerne mal unter bogenblog.de/BMA – für Balanced-Mind-Archery – dort findest du mehr Informationen und auch den Link zu meinem Buch.

Matt Stutzman, der hat mal gesagt: „ich wurde ohne Arme geboren und bin damit gesegnet, dass ich von unglaublichen Eltern großgezogen wurde, die mich gelehrt haben dass es nur eine Einstellung ist, etwas als unmöglich zu empfinden.“

Und das finde ich einfach ein Hammer-Zitat! 

Wenn man sich das mal überlegt: jemand der keine Arme hat, sagt einfach, es ist nur eine Einstellungsfrage, was wir als möglich oder unmöglich betrachten.

Matt Stutzman hatte 2012 – nachdem der übrigens 2009 erst mit dem Bogenschießen angefangen hat – die Silbermedaille bei den Paralympics in London gewonnen.

Aber nicht nur das. 

Er hält auch den Weltrekord für den längsten und genauesten Schuss im Bogensport mit 283,47 m.

Und hat damit den Rekord von einem Peter Terry aus Australien gebrochen, den der 2005 aufgestellt hat, der 200 Meter weit geschossen hat.

Bloß mit dem Unterschied, das Peter Terry keinerlei Behinderung hat, also völlig gesund ist. Und Matt Stutzman, der keine Arme hat, schießt 83,47 m weiter und ist damit im Guinessbuch der Rekorde.

Finde ich Hammer! 

Doch damit noch nicht genug.

2017 hatte auch noch eine Goldmedaille gewonnen. Und zwar bei den nationalen Meisterschaften in den USA. Und da ist er angetreten gegen völlig gesunde Bogenschützen, also keine Paralympics sondern ganz normal, bei ganz normalen Bogenschützen, die alle Arme haben und er ohne Arme. 

Und da hat etwas gesagt, ein weiteres Zitat, das finde ich auch super inspirierend. Mal schauen wie du es findest.

“If a guy without arms can get a bow and sit down and compete with the best in the world at a sport with them using their arms, what’s your excuse? Why aren’t you doing what you want to do? Get off the couch and get it done.”

Also frei übersetzt: „Wenn ein Typ ohne Arme sich einen Bogen schnappen kann und sich hinsetzen kann und mit den besten der Welt in dem Sport konkurrieren kann die Arme haben, was ist dann deine Entschuldigung? Warum tust du nicht das, was du tun willst?

Steh auf von der Couch und mach’s!“ 

Und dieses Zitat, spätestens da, bin ich dann wieder voller Energie um anzupacken und sehe meine persönlichen Probleme meistens in einem ganz anderen Licht.

11:28 Ich glaube, ich habe dir jetzt vier super inspirierende Beispiele gezeigt, von Menschen die es geschafft haben, ihre Beschränkungen zu überwinden.

Ich bin zum Glück gesegnet damit, keinerlei Einschränkungen zu haben und sehe wie gesagt auch Hochsensibilität keinesfalls als Einschränkung sondern als Segen.

Deswegen unterstütze ich auch Menschen in den Coachings dabei, dass auch so zu sehen.

Klar, es gibt mal Tage, da läuft einfach nicht so gut, da ist die Energie dann ein bisschen weiter unten.

Da helfen mir solch eine Beispiele dann einfach wieder rauszukommen, mich selber zu motivieren. 

Wenn du üben willst, deine eigene Energie so zu dosieren, dass du abends auch noch,

voller Kraft bist und dich ausgeglichen fühlst – wir hochsensiblen Menschen neigen nämlich oft dazu, dass wenn wir uns kraftvoll fühlen, uns dann so viel drauf zu packen, dass wir danach wieder völlig überlastet sind, dann wieder gar nichts machen und so weiter. Und dieses oszillieren sozusagen, dass ist typisch für viele hochsensible. Erkläre ich mal in einer anderen Folge, woher das kommt und was man da machen kann – wenn du also lernen möchtest, mit deiner Energie auch ein bisschen dosierter umzugehen, dann mach unbedingt mit, bei der Energie-Management-Challenge!

Das ist eine kostenlose Challenge, die ich ab dem 1.3. , also ab dem 1. März, veranstalte. Du bekommst da 5 Tage lang jeden Tag eine kleine Aufgabe, die dir einfach hilft zu lernen, noch besser mit deiner Energie umzugehen.

Wenn dich das interessiert, trag dich auf jeden Fall ein unter einfach-hochsensibel.de/EMC

Es sind schon eine ganze Menge Leute dabei und ganz herzlichen Dank dafür. Da freue ich mich ganz doll, dass da sich schon so viele eingetragen haben.

Vielleicht nimmst du die Herausforderung auch an?

Und dann freue ich mich, wenn wir uns in der nächsten Episode diese Podcast wieder hören. 

Mein Name Jean-Christoph von Oertzen und das war eine eine Folge des Podcast „einfach hochsensibel“.

13:39 Servus.

 

Video zur Episode 4 Beispiele, dass du alles schaffen kannst

 

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