Ist Hochsensibilität von der Kultur abhängig, in der man aufwächst? Gibt es in südlichen Kulturen vielleicht gar keine hochsensiblen Menschen.

In dieser ersten Episode erfährst du, worum es genau geht und was dich in den folgenden Episoden in diesem Themenschwerpunkt erwartet.

 

 

Hochsensisibilität in verschiedenen Kulturen

„Hochsensibilität hat es schon immer gegeben und auch in jeder Kultur. […]
Es gibt keine statistischen Unterschiede, also es gibt keine Untersuchungen der Häufigkeit.“
– Jean-Christoph von Oertzen

 

Abschrift zur Episode Hochsensibilität in den verschiedenen Kulturen

00:00 Ja grias di, mein Name ist Jean-Christoph von Oertzen und du hörst eine neue Episode meines Podcast „einfach hochsensibel“, dem Podcast mit den Tipps, Tricks und Strategien für den Umgang mit deiner Hochsensibilität.
Und das ist jetzt die erste Folge aus dem neuen Themenschwerpunkt, wo es um Hochsensibilität im kulturellen Kontext geht.

00:32 Diese Frage, dieses Thema ist eigentlich in einem Online-Coaching entstanden – das hast du vielleicht schon mitbekommen, dass ich auch online Coachings anbiete, das heißt an mich wenden sich Menschen, die spezielle Fragen haben oder mit ihrer Hochsensibilität einfach noch positiver umgehen wollen und wenn die sehr weit weg wohnen dann machen wir das ganze online. Wenn dich das interessiert, kannst du mal gucken auf meiner Webseite unter http://einfach-hochsensibel.de/angebote – und da hatte ich eine Kundin die kam aus Südeuropa und meinte dann ja also, bei Ihnen vor Ort da gibt’s keine Hochsensibilität. Sie hätte sich da auch mit Einheimischen drüber unterhalten und die hätten alle gesagt: „nee, also Hochsensibilität, das gibt’s bei denen nicht“, das muss was mit der Kultur zu tun haben, gibt’s nicht.

01:27 Das fand ich sehr, sehr spannend die Frage. Ist es denn so? Gibt es Hochsensibilität wirklich nur auf der Nordhalbkugel oder anders gesagt, gibt es das in den südlichen Ländern aufgrund vielleicht der Kultur oder des sonnigeren Gemüts oder so nicht? Oder ist es einfach nur unbekannt?

01:50 Ich bin zwar Halbfranzose, dass hast du vielleicht an meinem Namen schon gemerkt, aber ich empfinde mich als eher typisch deutsch, ich auch in Deutschland aufgewachsen. Zum anderen wäre die französische Kultur und die deutsche Kultur so nah beieinander das ist da keine so großen Unterschiede gäbe. Also kann ich nicht aus eigener Erfahrung darüber berichten und daher habe ich mir jetzt einige, hochsensible gesucht, die ein Migrationshintergrund haben.
Größtenteils auch aus südlichen Ländern und mit denen ein paar super spannende Interviews geführt.
Und ich freue mich schon richtig darauf, dir die präsentieren zu dürfen, was die so erzählen und vielleicht merkst du ja dann auch, allein schon in Interviews, wo es da Unterschied gibt und wo nicht.

02:44 Vorneweg kann ich schon soviel sagen: also Hochsensibilität hat es schon immer gegeben und auch in jeder Kultur.
Selbst im Tierreich ist ja Hochsensibilität in gewisser Weise nachweisbar. Es gibt ja das berühmte Experiment von Iwan Pawlow, der Forscher der auch zur Konditionierung geforscht hat, der hat das nachgewiesen, dass 20% der Tiere in seinem Experiment – da waren es Hunde – deutlich empfindsamer auf Geräusche reagiert haben, als die restlichen 80%. Also wenn es das selbst im Tierreich gibt, kann man davon ausgehen, dass das auch alle Menschen betrifft.

03:24 Es gibt keine statistischen Unterschiede also es gibt keine Untersuchungen der Häufigkeit. Diese 15% bis 20% Hochsensibilität, die man so sagt, die es bei den Menschen gibt, ist übergreifen, kulturübergreifend.
Und vielleicht gibt’s dazu irgendwann mal Untersuchungen, wenn dieses Forschungsgebiet Hochsensibilität noch etwas älter wird, es ja noch sehr sehr jung im Vergleich zu anderen Forschungsgebieten.

04:00 Und wo es allerdings ein großen Unterschied zu geben scheint, ist die Anerkennung dieses Themas, dieses Persönlichkeitsmerkmals. Und die Öffentlichkeit. Also wie sehr tragend das hochsensible Menschen in die Öffentlichkeit und tragen das nach außen, ihre Persönlichkeit. Da gibt es sehr, sehr große Unterschiede, die auch deutlich kulturell bedingt sein können.

04:31 Ich freue mich wie gesagt, dir die Interviews präsentieren zu dürfen. Hör auf jeden Fall da die nächsten Wochen rein.
Wenn du selber mal Fragen haben solltest, dann kannst du mich gerne jederzeit kontaktieren. Sei es über meine Webseite einfach-hochsensibel.de oder mich bei Facebook hinzufügen.

04:56 Ich wünsche dir eine wunderbare Woche. Lass es dir gut gehen.
Mein Name ist Jean-Christoph von Oertzen und du hast eine Episode des Podcasts „einfach hochsensibel“ gehört und bis dann.

Servus.

Photo by Benji Aird on Unsplash

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4 Kommentare zu “[EHSP 042] Hochsensibilität in den verschiedenen Kulturen

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Kommentare

  1. Siggi Nov 1, 2017

    Hallo J.C.
    Das es die Hochsensibilität auch bei Tieren gibt, kann ich nur zustimmen. Wir haben seit einem 3/4 Jahr einen Vishla Mix aus Griechenland. Zu Anfang war sie froh das sie ein neues Zuhause hat, was eigendlich immer noch so ist. Eine Seele von Hund! Sie verträgt sich mit anderen Hunden, die Kinder können alles mit Ihr machen.
    Nun ja, am Jagd Instinkt müssen wir noch arbeiten. Aber in den letzten Wochen ist irgendetwas im Hause Passiert was wir ncht nachvollziehen können. Vor zwei Wochen, war ich einkaufen, sie war knapp zwei Stunden alleine im Haus. Als ich wieder kam, fand ich einen völlig verstörten Hund an. Wenn man gewisse Stellen in der Wohnun betritt, läuft sie nervös umher. Selbst gewisse Geräusch bringen sie zur Unruhe.
    Ist sie draußen auf unserem Grundstück, muß man sie mit der Leine wieder rein holen, was vorher kein Problem war. Nun ja ,ich denke mit Hochsensibelen Tieren zu arbeiten ist anders als mit uns Menschen. Wir können uns sprachlich ausdrücken.

    Bis bald Siggi

    • Jean-Christoph Nov 1, 2017

      Lieber Siggi, ja, unsere Tiere nehmen mit ihren spezialisierten Sinnen die Welt sicher nochmal ganz anders wahr. Ich finde es toll, dass auch ihr einem Hund aus dem Tierschutz ein zuhause gegeben habt. Diese Hunde haben leider oft schon viele Situationen erleben müssen, die traumatisierend sind und auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Themen sich dann nach und nach zeigen, wenn sie zu uns und ihrem neuen Leben Vertrauen gefasst haben. Hier ist sicher Geduld und liebevolles Verständnis von uns gefragt und dann haben wir die liebevollsten und treuesten Begleiter, die wir uns nur wünschen können. 🐕